Vor dem Kauf

23.04.21 | Degu, vor dem Kauf

Alles was du wissen musst!

Meine Freundin Melissa Armstrong hat die beste Webseite im deutschsprachigen Raum, da sie seit 21 Jahren Degus hält, züchtet und liebt. Ich kann ihre Webseite nur empfehlen und sie ist Pflichtlektüre, bevor du Degus bei mir kaufen kannst.

Die Degu Bücher in Deutschland sind leider bereits veraltet und nur bedingt zu empfehlen.

www.dein-degu.de

Wenn du alles gelesen und nach Herzenslust gestöbert hast kannst du mir gerne eine Whatsapp oder Email schicken oder anrufen.

Was brauchst du unbedingt?

Ein artgerechtes, großes Gehege mit mindestens 1,20 m langer und 50 cm breiter Lauffläche, besser breiter und wenn möglich länger, da das Degu ein Renntier ist. Da sie gerne Klettern um gut Ausschau halten zu können und um die Grundfläche zu vergrößern, ist es sinnvoll die Raumhöhe ebenfalls mit Hilfe von Volletagen auszunutzen. Der Abstand der Volletagen sollte einmal mindesten 50 cm betragen, alle weiteren Etagen können auch mit 30 cm Abstand geplant werden.

Fast alle Degubesitzer, die ich kenne, haben sich zuerst eine Voliere oder ein Terrarium gekauft um dann nach dem Kennenlernen der Vorlieben und dem Spaß der Degus am Rennen doch selber aus OSB Platten oder diverser Internetanbieter ein Gehege selber zu Bauen oder Bauen zu lassen. Nützliche Adressen findest du bei „Links“.

Zusammengefasst gilt für eine Degugruppengröße von 3 Degus: 1,20m lang, 60 cm breit und 1,20 m hoch. Hier haben 3 Degus vernünftige Bedingungen. Wenn du bereits ein Gehege hast kannst du hier nachschauen, ob und für wieviele Degus es geeignet ist: www.degu.ldka.de Dein Gehege sollte nagesicher sein, weil das Degu an nichts anderes Denken kann als an nagen, nagen, nagen. Metallkanten sind unbedingt notwendig. Plastik ist verboten und bei Holz heißt es „Sichten und Vernichten“. Als Faustregel gilt 0,5 m2 Lauffläche pro Degu. Das ist das unbedingte Minimum. Du möchtest ja selber nicht dauerhaft in einem Kasernenzimmer wohnen.

Die Einrichting des Geheges sollte ebenfalls artgerecht und sicher sein. In Frage kommen:

  • Weinreben
  • Kork- und Birkeröhren
  • Holzhäuschen
  • dicke Äste und Zweige von ungespritzten Bäumen (s. geeigntes Frischfutter)
  • Wurzeln aus der Aquaristik in der Zoohandlung
  • Tonröhren und Häuser (s. Links)
  • Weidenrindentunnel und Hängematten
  • Kokosnusshälften
  • Buddelkiste mit Chinchillasand.

 

Um dem Bewegungsdrang gerecht zu werden brauchen sie ein Metalllaufrad mit einem Mindestdurchmesser von 38 cm. Wir haben nur 40er und 50er Durchmesser. Diese sind teuer, aber günstiger als ein Holzlaufrad pro Monat 😉 Ich biete meinen Degus Wasser aus der Wasserflasche und dem Napf an und täglich frisches Bio Heu aus dem Allgäu und dem Schwarzwald, wöchentlich Frischfutter in Form von Grünzeug aus dem eigenen Garten: Löwenzahn, Klee, Gänseblümchen, Gras usw. Im Frühling junge Triebe von Haselnuss etc. Das Sandbad dient der täglichen Fellpflege und dem Wellness wie unser tägliches Duschen. – Für die Ernähtung der Degus kommt nur eine pelletfreie, d.h. stärke- und zuckerfreie Ernährung in Frage. Am besten ist eine Mischung aus hochwertigem Heu, Kräutern, Blüten und Blättern, etwas Trockengemüse, öl-und mehlhaltigen Sämereien sowie Frischfutter und Ästen. Leckerlis gibt es von der Hand und bei Kunststückchen. Melissa hat auf ihrer Deguhomepage wunderbare Einkaufslisten erstellt für fantastische Fertigmischungen und Mischungen für Selbermischer. Diese können als PDF heruntergeladen werden. Ich bestelle mein Futter beim Deguladen, Hansemanns- Teams und Mixerama, kleine Spezialitäten in der Futterkrämerei, die bei mir um die Ecke ist. – Metalllaufrad von der Laufradschmiede, dem Laufradschrauber etc. – Freilauf wenn möglich.